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Aktuelle Informationen für Tierärzte und TFA

TFA Infos und Termine

Gehaltsumfrage unter Tiermedizinischen Fachangestellten

31.01.2022. Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. startet heute eine Kurzumfrage zur Gehalts- und Arbeitssituation unter Tiermedizinischen Fachangestellten
Die Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro wird noch in diesem Jahr kommen, verspricht die Bundesregierung. Derzeit liegt die gesetzlich festgelegte Lohnuntergrenze für in Deutsch-land beschäftigte Arbeitnehmer*innen bei 9,82 Euro brutto je Zeitstunde. Mitte des Jahres ist eine Steigerung auf 10,45 Euro geplant.
Inwieweit auch die vom Verband medizinischer Fachberufe e.V. vertretenen Berufsangehörigen davon betroffen sind, will der Verband in den nächsten zwei Wochen mit Kurzumfragen bei Medizinischen, Tiermedizinischen, Zahnmedizinischen Fachangestellten und angestellten Zahntechniker*innen ermitteln.

Als erstes werden die Tiermedizinischen Fachangestellten (TFA) um Teilnahme gebeten. Bundesweit gab es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) 2020 rund 10.000 aus-gebildete sozialversicherungspflichtig beschäftigte TFA (ohne Auszubildende). Diese Berufs-angehörigen erhalten laut Entgeltatlas der BA nach ihrer dreijährigen Ausbildung bei Vollzeitbeschäftigung ein mittleres monatliches Bruttoentgelt in Höhe von 2.056 Euro. In diesem Wert sind nur Angaben aus Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen in ausreichender Menge enthalten.

„Damit ist klar, dass die tatsächlichen Gehälter bei den TFA vielerorts noch wesentlich niedriger liegen“, stellt Hannelore König, Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. fest und merkt an, dass selbst die mit dem Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) ausgehandelten Tarifgehälter der Tätigkeitsgruppe I in den ersten sechs Berufsjahren nicht die Grenze von zwölf Euro erreichen. „Mit anderen Worten: Vielen TFA wird die Erhöhung des Mindestlohns zwar mehr Geld bringen, aber im Sinne des Lohnabstandsgebotes zu un- bzw. angelernten Kräften dürfen wir uns darauf nicht ausruhen.“

In der Gehaltsumfrage, die bis zum 13. Februar 2022 auf www.vmf-online.de/gehaltsumfrage-tfa-2022 abgerufen werden kann, werden neben Angaben zum Gehalt auch Fragen zur Wertschätzung und zu Ausstiegsgedanken aus dem Beruf gestellt. Hannelore König ruft dazu auf, dass möglichst viele TFA sich an dieser Umfrage beteiligen, damit eine entsprechende Datenbasis für die Gehaltsverhandlungen genutzt werden kann. Die Umfragen für die anderen vom Verband medizinischer Fachberufe e.V. vertretenen Berufe Zahnmedizinische*r Fachangestellte*r, Zahntechniker*in und Medizinische*r Fachangestellte*r folgen in den nächsten Tagen.

Kontakt: Verband medizinischer Fachberufe e.V.
Pressebüro: Heike Rösch, Tel.: (0 61 98) 575 98 78

Bild von Andreas Breitling auf Pixabay

Infos für Tiermedizinische Fachangestellte (TFA).

Informationen zur Ausbildung in Hamburg mit Terminen, Liste der Ausbildungspraxen, Links und Dateien zum Download finden Sie unter Kammer/Ausbildung TFA.

Neuer Tarifvertrag für Tiermedizinische Fachangestellte

Bei den Tarifverhandlungen für Tiermedizinische Fachangestellte (TFA) am 9. Dezember 2019 in Frankfurt am Main haben sich die Tarifparteien auf Änderungen beim Gehaltstarifvertrag (GTV) und beim bAV-Tarifvertrag verständigt. Um die Attraktivität des Berufs langfristig zu erhalten, einem absehbaren Fachkräftemangel entgegen zu treten und um Planungssicherheit für die tierärztlichen Praxen und Kliniken zu schaffen, haben sich die Verhandlungspartner – der Verband medizinischer Fachberufe e.V. und der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) – auf eine 36-monatige Laufzeit (1. Januar 2020 – 31. Dezember 2022) mit einer zweistufigen Anhebung der Gehälter geeinigt:
Zunächst steigen die Gehälter (GTV) zum 01.01.2020 in der Tätigkeitsgruppe (TG) I im 1. bis 4. Berufsjahr um 5 Prozent und vom 5. Berufsjahr an um 4 Prozent. Zum 01.07.2021 folgt eine zweite Stufe um 4 Prozent für die ersten 4 Berufsjahre bzw. 3 Prozent vom 5. Berufsjahr an. Zudem werden die Zuschläge auf die TG II und III um jeweils 2 Prozent erhöht und betragen nun 12 bzw. 22 Prozent auf das Grundgehalt in der TG I.
Ab Januar 2020 erhalten außerdem die Auszubildenden in allen drei Ausbildungsjahren zu-sätzlich 70 Euro, sodass die monatlichen Ausbildungsvergütungen dann im ersten Ausbildungsjahr 700 Euro, im zweiten Jahr 750 und im dritten Jahr 800 Euro betragen.
Verhandelt wurde auch der Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung (bAV). Danach steigt die Anschubfinanzierung für TFA mit einer vereinbarten Wochenarbeitszeit von 20 und mehr Stunden sowie für Auszubildende nach der Probezeit auf monatlich 55 Euro. Teilzeitbeschäftigte mit weniger als 20 Stunden erhalten 32,50 Euro monatlich. Dabei waren sich die Tarifpartner einig, dass die Beschäftigten selber stärker sensibilisiert werden müssen, in ihre Altersrente mit eigenen Beiträgen zu investieren.
Während der Erklärungsfrist hat keine der beiden Seiten widersprochen, sodass die Tarifverträge nun rechtsverbindlich sind.

Die Tarifverträge zum Download:
www.vmf-online.de/tfa-tarife
www.tieraerzterverband.de (Menüpunkt: Für Praxisinhaber/Tiermedizinische Fachangestellte).

Bild von J C auf Pixabay

Mehr Klarheit bei der Delegation tierärztlicher Leistungen an TFA schaffen

(12.09.2019) Im Gegensatz zu den Medizinischen und Zahnmedizinischen Fachangestellten ist die Frage der Delegation von Leistungen an Tiermedizinische Fachangestellte bislang weitgehend ungeklärt.

Nun wird sich - auch mit Blick auf die verschiedenen Fort- und Weiterbildungen - daran etwas ändern. Die Arbeitsgemeinschaft zur Anerkennung von Fort- und Weiterbildungen für TFA (AG TFA) hat dafür Ende August in Frankfurt einen ersten Schritt getan: Auf der Basis der Vorlagen des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. und der Empfehlungen der Fachgruppe Kleintierpraxis im Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) wurde eine Beispielliste delegierbarer Leistungen erstellt, die nun in den Gremien weiterbearbeitet wird. Ziel ist es, damit eine Handreichung für Tierärzte und TFA anzubieten, die die Delegation von Leistungen überschaubar macht.

"Diese Liste wird nicht abschließend sein und bedarf der regelmäßigen Überprüfung und Ergänzung", erklärte dazu Silke Agus, Referatsleiterin TFA im Verband medizinischer Fachberufe e.V. "Aber sie ist ein wichtiger Schritt, die Zukunft des Berufs TFA attraktiv zu gestalten und die Flucht aus dem Beruf zu bremsen. Eine stetige Fortbildung der TFA ist dafür unerlässlich. Gleichzeitig sind wir uns einig, dass es nicht um eine Substitution von Leistungen geht. Die Verantwortung und die Einschätzung, welche Kompetenzen die oder der TFA eigenständig umsetzen kann, liegt beim delegierenden Tierarzt."

Die Beispielliste wird in den Gremien der Verbände diskutiert und abgestimmt und anschließend veröffentlicht. (PM 12.09.2019)

Delegierte stimmten für Kontinuität und Veränderung an der Verbandsspitze

(10.05.2018) Bundeshauptversammlung des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. tagte vom 4. bis 6. Mai
Mit den Wahlen des Vorstandes und der Referate haben die Mitglieder der Bundeshauptversammlung des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. am Sonntag ihre dreitägigen Beratungen im hessischen Rotenburg an der Fulda abgeschlossen. Dabei stimmten die Delegierten sowohl für Kontinuität als auch für Veränderungen an der Spitze der Interessenvertretung für Medizinische, Tiermedizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte sowie angestellte Zahntechniker/innen.
Die 1. Vorsitzende Hannelore König, Medizinische Fachangestellte (MFA) und Betriebswirtin (VWA) aus Hammah (Niedersachsen) und die 2. Vorsitzende Ingrid Gerlach, MFA und Diplom-Wirtschaftsjuristin (FH) aus Fritzlar (Hessen) bilden weiterhin den geschäftsführenden Vorstand.
Neue Präsidentin ist Susanne Haiber aus Bempflingen (Baden-Württemberg). Die MFA und Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung übernimmt den Aufgabenbereich Bildungspolitik von der bisherigen Vizepräsidentin Gabriele Leybold, die nach acht Jahren in diesem Amt nicht erneut kandidierte.
Neue Position, gleicher Schwerpunkt: Carmen Gandila, MFA sowie Praxis- und Quali-tätsmanagerin aus Ingolstadt, bleibt verantwortlich für den Tarifbereich, nun als Vizepräsidentin.
Turnusgemäß für vier Jahre wurden auch die Referatsleitungen gewählt.
Weiterlesen auf der Webseite des VMF

Tarifpartner starten Kampagne zur betrieblichen Altersvorsorge

(03.04.2017) Unter dem Motto „Verschenk nichts mehr: Lass deinen Chef ab sofort für dich vorsorgen!“ beginnt am heutigen Montag eine Social Media Kampagne zur betrieblichen Altersvorsorge für Medizinische, Tiermedizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte sowie Zahntechniker/innen. Die Initiative des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. wird unterstützt von den Tarifparteien: Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Medizinischen Fachangestellten (AAA), Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) und Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Zahnmedizinischen Fachangestellten (AAZ).

Weiterlesen und mehr Infos unter www.vmf-online.de

AG zur Anerkennung von Fort- und Weiterbildungen für TFA

(12.12.2012) Am Rande des bpt-Kongresses in Hannover hat sich die Arbeitsgemeinschaft zur Anerkennung von Fort- und Weiterbildungen für Tiermedizinische Fachangestellte (AG TFA) neu konstituiert. Dem Gremium gehören neben der wiedergewählten Vorsitzenden Silke Agus vom Verband medizinischer Fachberufe e.V. nun die Mitglieder des Präsidiums des Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) Rolf Herzel (stellvertretender Vorsitzender) sowie Dr. Klaus Kutschmann und Dr. Petra Sindern an. Die Arbeitnehmerseite ergänzen Margret Urban und Nicole Josten-Ladewig vom Verband medizinischer Fachberufe e.V.. Leitfaden der AG zum herunterladen
weiterlesen bei VMF

Tätigkeitsgruppe 2 und Praxisrelevanz anerkannter Fortbildungen

(Sept. 2012) Mit dem Gehaltstarifvertrag vom 1.1.2009 wird das Ziel verfolgt, das Fortbildungsengagement der Tiermedizinischen Fachangestellten besser zu honorieren.
In die Tätigkeitsgruppe II, die einen zehnprozentigen Zuschlag auf das Grundgehalt vorsieht, werden die Mitarbeiterinnen eingestuft, die eine oder mehrere anerkannte, für die Praxis relevante Fortbildung(en) im Gesamtumfang von 24 Stunden auf einem veterinärmedizinischen Teilgebiet oder im Verwaltungsbereich nachweisen können. Um den Anspruch zu erhalten, müssen jährlich acht anerkannte Fortbildungsstunden absolviert werden.

Die Anerkennung der Fortbildungsmaßnahmen wird durch die Arbeitsgemeinschaft zur Anerkennung von Fortbildungen für Tiermedizinische Fachangestellte ausgesprochen. Diese besteht aus 3 Mitgliedern des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. und 3 Mitgliedern des Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V.

Welche Maßnahmen anerkannt werden können, regelt der Leitfaden der auf der Homepage beider Verbände (Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V.; Verband medizinischer Fachberufe e.V.) zu finden ist.

Eine Anerkennung der Akademie für tierärztliche Fortbildung [ATF] ersetzt nicht die Anerkennung durch die „AG zur Anerkennung von Fortbildungen für Tiermedizinische Fachangestellte“. Bezüglich der „Praxis relevanten Fortbildung(en)“ gibt es häufig Nachfragen:

Was bedeutet die Praxisrelevanz:
1. die anerkannte Fortbildungsmaßnahme kann für die jeweilige Praxis - auch nur – in theoretischen Teilen von Nutzen bzw. relevant (z.B. bessere Kundenberatung) sein
oder
2. die anerkannte Fortbildungsmaßnahme kann für die auszuführende praktische Tätigkeit in der Praxis relevant sein
3. um sicherzustellen, dass die Teilnahme an einer anerkannten Fortbildung auch zur Höhergruppierung führt, sollte im Vorfeld die Praxisrelevanz zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verbindlich geklärt werden.

Darüber hinaus muss ein tarifgebundenes Arbeitsverhältnis bzw. tarifgebundener Arbeitsvertrag vorliegen. Tarifbindung gilt für alle TFA/TAH, die Mitglied im Verband medizinischer Fachberufe e.V. sind und deren Arbeitgeber Mitglied im Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) ist.