Tierärztekammer
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Tierinfo

Wissenswertes rund um das Tier und dessen Haltung

Tollwut - importierte Fälle




Tollwut immer wieder aktuell

(Nicht vollständige) Auflistung importierter Tollwuttiere (09.11.13)

Rabid_dog.jpgSeit 2008 gilt Deutschland als tollwutfrei – zumindest was die klassische Tollwut anbelangt, für die der Fuchs in Europa der wichtigste Überträger ist. (Foto Wikipedia)
In vielen Urlaubsländern wie der Türkei, Bulgarien, Serbien, Nordafrika, Marokko  oder Thailand ist die anzeigenpflichtige und immer tödliche Tierseuche aber noch immer verbreitet, daher wird dringend davor gewarnt z.B. aus diesen Ländern Hunde und Katzen als Urlaubsmitbringsel mitzubringen. Auch sollten sich Individual- oder Rucksackreisende in afrikanische, asiatische oder südamerikanische Länder vorbeugend gegen Tollwut impfen lassen.

09.11.13 Schweiz: Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG) sucht ein tollwutinfiziertes Kätzchen, welches möglicherweise in die Schweiz importiert wurde.
- Information und Suchaufruf des BAG
- Foto des Kätzchens vom Strand Aïn Diab in Casablanca
Es besteht offensichtlich ein Zusammenhang zu dem Tollwutfall (Kätzchen) im Großraum Paris.

01.11.13 Frankreich, Großraum Paris Katze aus Marokko
Das Pasteur-Institut  in Paris hat einen Tollwutverdacht bei einer zwei Monate alten Katze im Département Val-d’Oise in der Gemeinde Argenteuil bestätigt. Das Departement liegt in der Region Île-de-France im Großraum Paris.
Wie das Agrarministerium in Paris mitteilt, war die Katze am 29. Oktober verendet. Es war zuvor durch aggressives Verhalten aufgefallen. Das Tier soll aus Marokko stammen. Die Behörden suchen jetzt Menschen und Tiere, die mit der Katze Kontakt hatten.
- Meldung der Welttiergesundheitsorganisation OIE

21.10.13 Niederlande: Die Welttiergesundheitsorganisation OIE meldet, dass in den Niederlanden bei zwei vier Monate alten Importwelpen aus Bulgarien Tollwut diagnostiziert wurde. Beide Tiere wurden euthanasiert. 
- Meldung der Welttiergesundheitsorganisation OIE

Die beiden Hunde sind mit EU Heimtierausweis und bescheinigter Tollwutimpfung eingereist! Da in den Niederlanden i.d.R. von den Tierarztpraxen nach der Implantation eines Chips die Hunde bei den Haustierregistrierstellen angemeldet werden, konnte durch die Behörden sehr schnell  zumindest die möglichen Hundekontakte in der Nachbarschaft ermittelt und deren Impfschutz überprüft werden. Da zeigt sich der unmittelbare seuchenpräventive Nutzen einer flächendeckenden Kennzeichnung und Registrierung!

25.07.13 Landkreis Bamberg: Im Landkreis Bamberg wurde bei einem 5 Monate altem Junghund aus Marokko Tollwut nachgewiesen. Der Hund war vierzehn Tage vor dem Erkrankungsausbruch eingeführt worden. Laut Impfpass erfolgte in Marokko die vorschriftsmäßige Tollwutimpfung, allerdings wurde die für die Einfuhr ebenfalls gesetzlich vorgeschriebene Tollwut-Antikörper-Titerbestimmung nicht durchgeführt und die danach erforderliche Wartezeit von mindestens drei Monaten im Ursprungsland ebenfalls nicht eingehalten. Wenige Tage nach der Einfuhr erkrankte der Junghund an fortschreitender Kieferlähmung, nahm keine Nahrung mehr auf und zeigte leicht aggressives Verhalten. Der behandelnde Tierarzt reagierte schnell und umsichtig und äußerte den Verdacht auf Tollwut. Der erkrankte Welpe wurde eingeschläfert und zur Untersuchung an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Oberschleißheim gebracht. Die Behörden suchen jetzt alle, die mit dem Hund direkten Kontakt gehabt haben.

15.02.12 Niederlande: In den Niederlanden wurde am am 15.02. ein Welpe aufgrund eines Tollwutverdachts euthanasiert, der sich dann auch bestätigte. Der Hund war vier Tage zuvor aus Marokko importiert worden. Er war gechippt und hatte ein Dokument, das seinen einwandfreien Gesundheitszustand bescheinigte. Er zeigte bereits am zweiten Tag in den Niederlanden eine gesteigerte Aggressivität.
Es wurden 50 Personen identifiziert, die Kontakt zu dem Tier hatten.

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