Tierärztekammer
Hamburg

Tierinfo

Wissenswertes rund um das Tier und dessen Haltung

Tierschutz geht uns alle an

Neues Gutachten zur tiergerechten Haltung von Säugetieren (Säugetiergutachten) (08.05.2014)

Saeugetiergutachten.pngDas Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat am 07.05.2014 das überarbeitete "Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren" vorgestellt.
Im Auftrag des BMLEV wurde das zuletzt 1996 aktualisierte Gutachten in den zurückliegenden drei Jahren grundlegend überarbeitet. Das Säugetiergutachten beschreibt Mindestanforderungen für die Haltung der wichtigsten Säugetiere.

Pressemitteilung des BMEL
Weitere Infos zum Säugetiergutachten
Das Gutachten als pdf-Datei
Die Erklärung der unabhängigen Sachverständigen

Schluss mit der Schlachtung trächtiger Rinder! Bundestierärztekammer fordert gesetzliche Regelungen für ein Tierschutzproblem (05.04.2014)

Bezug nehmend auf den aufsehenerregenden NDR-Beitrag zur Schlachtung trächtiger (gravider) Rinder vom 25. März nimmt die Bundestierärztekammer zum Thema Stellung:

„Auf Grundlage einer Auswertung von Fragebögen aus 53 Schlachtbetrieben ist davon auszugehen, dass in Deutschland regelmäßig trächtige Rinder geschlachtet werden. Die Studie von Katharina Riehn aus dem Jahre 2011 geht im Durchschnitt von rund zehn Prozent der weiblichen Rinder aus, das sind rund 180.000 Tiere jährlich. Und das überwiegend gegen Mitte oder Ende der Trächtigkeit“, erklärt Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer.
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Höhere Anforderungen an das gewerbliche Halten von Kaninchen (16.03.2014)

Am 10. Februar wurde die Fünfte Verordnung zur Änderung der TierschutzNutztierhaltungsverordnung im Bundesgesetzblatt verkündet, sie tritt am 11. August 2014 in Kraft. Damit werden erstmals detaillierte Haltungsbedingungen für die gewerbliche Kaninchenhaltung und -zucht in Deutschland gesetzlich geregelt.
Nähere Informationen des BMEL sind hier zu finden.
Verordnung zur Änderung der TierschutzNutztierhaltungsverordnung PDF_1_16_16.png

Gänsebraten ohne Reue  (06.12.2013)

Achten Sie beim Kauf von Gänsefleisch besonders darauf, dass die Gans nicht aus Stopfleberproduktion stammt! 

Die Weihnachts- oder Martinsgans soll sich natürlich jeder schmecken lassen. Doch ist es wichtig, auf die Herkunft des Tieres zu achten. Bei Gänsen direkt vom Erzeuger oder aus sogenannter bäuerlicher Auslaufhaltung oder Freilandhaltung sind die Anforderungen an eine artgemäße Haltung mit ausreichend Platz, regelmäßigen Weidegang und gesundem Futter relativ hoch. Allerdings lässt sich wegen der großen Nachfrage der Bedarf an Gänsen nicht immer durch Tiere aus heimischer Aufzucht decken. Ein Großteil der Gänse wird darum importiert. Verbraucher, denen der Tierschutz am Herzen liegt, sollten sich beim Kauf anhand der Verpackung über Herkunft und Haltungsform informieren und besonders darauf achten, dass die Gans nicht aus Stopfleberproduktion stammt“.

In einigen Ländern Europas ist im Gegensatz zu Deutschland das Stopfen der Gänse nämlich noch nicht verboten. Bei dieser grausamen Methode der Zwangsmast zur Fettlebergewinnung wird den Gänsen mehrmals täglich ein langes Stahlrohr durch den Schlund in den Magen eingeführt. Zur Aufnahme des aufgezwungenen Maisbreis wird dabei manchmal mit einer Druckluftpumpe nachgeholfen. Das Ergebnis ist eine abnorme, bis zu einem Kilo schwere Fettleber, die Gans ist am Ende nahezu bewegungsunfähig. Das Gewicht einer normale Leber beträgt 100-150 g! iDoch obwohl das Fleisch gestopfter Gänse zusätzlich mit dem Vermerk „aus Fettlebererzeugung“ gekennzeichnet sein muss, fehlt diese Verbraucherinformation in vielen Fällen bei Tiefkühlprodukten oder Gänse- und Ententeilen. Wir raten darum, nur Fleisch zu kaufen, dessen Herkunft sich eindeutig ersehen lässt, und am besten die Weihnachtsgans schon jetzt direkt beim Bauern zu bestellen.

Wieder Anstieg der Zahl der für Tierversuche eingesetzten Tiere im Jahr 2012 (09.11.13)

http://www.bmelv.de/SiteGlobals/StyleBundles/Bilder/Farbschema_A/logo.gif;jsessionid=67C50F974425BB9CA11B2740011D7E13.2_cid367?__blob=normal&v=6Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMLV) hat die Tierversuchszahlen für das Jahr 2012 veröffentlicht:

"In Deutschland wurden im Jahr 2012 1,57 Millionen Wirbeltiere in Tierversuchen verwendet. Hinzu kommen weitere 1,51 Millionen Tiere, die für andere wissenschaftliche Zwecke eingesetzt wurden, die nach dem Tierschutzgesetz in der 2012 geltenden Fassung nicht als Tierversuche einzustufen waren. Darunter fallen zum Beispiel Tiere, die für wissenschaftliche Zwecke getötet wurden, ohne dass zuvor ein Eingriff an ihnen vorgenommen wurde. Organe oder Zellmaterial von solchen Tieren werden unter anderem für Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch verwendet. Bei diesen Tieren ist seit mehreren Jahren ein zahlenmäßiger Anstieg festzustellen. Ein weiterer Verwendungszweck ist die Aus-, Fort- und Weiterbildung von unter anderem Tierpflegern, Wissenschaftlern oder Tierärzten. Die Gesamtzahl an Tieren, die in Tierversuchen und für andere wissenschaftliche Zwecke eingesetzt wurden, ist damit um 5,8 Prozent gestiegen"

Vollständige Meldung des BMELV vom 28.10.2013 mit Link zu den Tabellen mit
den Versuchstierzahlen 2012

Bundestierärztekammer (BTK) fordert mehr Schutz von Tieren auf dem Transport! (04.10.13)

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Anlässlich des heutigen Welttierschutztages appelliert die Bundestierärztekammer an die zukünftige Bundesregierung, sich im Rahmen der deutschen EU-Mitgliedschaft für konsequenteren Schutz von Tieren auf dem Transport stark zu machen. Insbesondere geht es dabei um eine Begrenzung der Transportzeit auf acht Stunden und um die konsequente Kontrolle der Transporte durch qualifiziertes tierärztliches Personal. Zur vollständigen Pressemeldung

Forschungspreis für Alternativmethoden zu Tierversuchen  (13.12.2012)

Logo des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz - zur StartseiteDas Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) hat am 13.12.2012 in Berlin den Forschungspreis für Alternativmethoden zu Tierversuchen vergeben. In diesem Jahr geht der mit 15.000 Euro dotierte Forschungspreis an Dr. Ralf Herwig für seine Arbeit "Entwicklung eines systembiologischen Verfahrens zur Beurteilung der Karzinogenität von Chemikalien in der Leber: Ein Verfahren zum Ersatz von Tierversuchen". Weitere Informationen

Betäubung gehört in Tierärztehand! Bundestierärztekammer ist entsetzt über Aufweichung der Betäubungsregelung (12.12.2012)


btk_gruen_2.jpgEigentlich sollte ein erneuertes Tierschutzgesetz den Tieren mehr Schutz garantieren – doch die Novelle verkam immer mehr zu einer Farce, denn selbst die wenigen verbliebenen Verbesserungen sind mittlerweile vom Tisch: So soll der umstrittene Schenkelbrand von Pferden erlaubt bleiben, und ein Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration von 2017 auf das Jahr 2019 verschoben werden.

Nun platzt der Bundestierärztekammer allerdings der Kragen, denn statt
mehr Tierschutz droht "von hinten durch die kalte Küche" sogar eine
Verschlechterung für die Tiere:
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Tierschutz versus Lobbyismus (26.11.12)

Peinliche Diskussion um den Heißbrand beim Fohlen blockiert die Novellierung des Tierschutzgesetzes

Schenkelbrand_kl.jpgBramsche, 26. November 2012 – Damit hatte wohl niemand gerechnet: Die kleine Lobby der Trakehner-, Hannoveraner- und Holsteiner-Pferdezuchtverbände hat es offenbar geschafft, die Regierungsfraktionen zu spalten und Ministerin Ilse Aigner damit öffentlich zu brüskieren. Obwohl durch eine rechtsverbindliche EU-Verordnung die Kennzeichnung von Pferden mittels Mikrochip inzwischen sowieso zwingend vorgeschrieben ist, scheint das Vorhaben Aigners gescheitert zu sein, den Heißbrand als weitere Kennzeichnung zu verbieten. (Foto: © Anke Klabunde)
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Die BTK begrüßt Bundestagsbeschluss:
Notimpfung als wirksame Alternative zur Massenkeulung von Schweinen
(14.05.12)

btk_gruen_2.jpgDie Bundestierärztekammer (BTK) begrüßt den gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU/CSU, FDP, SPD und Grünen "Schweinepest tierschonend bekämpfen – Notimpfung ersetzt grundloses Keulen", der Ende vergangener Woche im Deutschen Bundestag beschlossen wurde.

Damit ist wieder eine Hürde auf einem langen und steinigen Weg genommen worden, denn seit Jahren propagiert auch die Bundestierärztekammer eine Anpassung der Tierseuchenbekämpfung an neue wissenschaftliche Erkenntnisse.
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Bundestierärztekammer begrüßt baldige bundeseinheitliche Verordnung zur tiergerechteren Haltung von Mast- und Zuchtkaninchen (27.03.2012)

(BTK Berlin) So kurz vor Ostern kommt diese Nachricht gerade recht: Mit dem Ziel, die Lebensbedingungen für gewerblich gehaltene Mast- und Zuchtkaninchen rechtsverbindlich zu verbessern, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am vergangenen Freitag den Bundesländern einen entsprechenden Verordnungsentwurf zugeleitet.
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Ein STOPP für Langzeittransporte von Tieren  - 8 hours - update 15.03.2012

stop_long_animal_transports.pngAm 15. 03. 2012 hat die Mehrheit der EU-Parlamentsabgeordneten die Erklärung 49/2011 für die zeitliche Begrenzung des Schlachtviehtransports auf maximal acht Stunden unterschrieben. Damit ist die EU-Kommission gefordert, die EU-Tiertransport-Verordnung endlich zu überarbeiten. Ziel waren 378 Unterschriften der Parlamentsabgeordneten, 395 (von 754) haben unterschrieben. Bei 8 hours können Sie nachlesen, welcher Abgeordnete die Erklärung unterschrieben hat und welcher nicht.

Das Ziel ist erreicht: Mehr als eine Millionen Unterschriften wurden in Europa für die Begrenzung der maximalen Transportdauer von Schlachttieren auf 8 Stunden gesammelt. 
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Nur Tierliebhaber können qualvolle Welpen-Transporte stoppen (08.02.2012)

„Der qualvolle Import von jungen Hunden aus dem Ausland wird nur dann enden, wenn Hundeliebhaber aufhören, solche Welpen zu kaufen“. Darauf weist Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bayerischen Landestierärztekammer und der Bundestierärztekammer hin. Er rät angehenden Besitzern daher dringend, Welpen nur bei Züchtern zu kaufen, bei denen das Muttertier und die ggf. noch vorhandenen Wurfgeschwister besichtigt werden können und deren Gesundheit und angstfreies Verhalten offensichtlich ist, oder ihren Hund im Tierheim zu erwerben.
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Bundesrat billigt das Dritte Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes (04.02.2013)

Im Juli 2012 hatte der Bundesrat noch Nachbesserungen an den vom Bundestag vorgesehenen Änderungen gefordert und auch der Agrarausschuss des Bundestages hatte empfohlen den Vermittlungsausschuss anzurufen, um eine Überarbeitung des Gesetzes vorzunehmen. Doch im Plenum fand sich in der Sitzung vom 01.02.1013 dafür keine Mehrheit, der Vermittlungsausschuss wurde nicht angerufen. Somit wird das von Tierärzten/Tierschützern kriitisierte Gesetz dem Bundespräsidenten zur Ausfertigung zugeleitet und kann wie von der Bundesregierung geplant in Kraft treten.
Drittes Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes

Keine tierschutzwidrigen Eier in Deutschland! (16.11.2011)

(BTK Berlin) Die Bundestierärztekammer ist entsetzt über die Pläne der EU, ab dem 1.1.2012 vorübergehend Eier aus klassischer, dann illegaler Käfighaltung in der EU zu vermarkten. Die säumigen Staaten sollen unterstützt werden, obwohl bereits 1999 beschlossen wurde, die konventionelle Käfighaltung ab 2012 zu verbieten. Dies gilt auch, wenn die Vermarktung nur im jeweiligen Produktionsland erlaubt wird. „Es kann nicht sein, dass tierschutzwidrige Produktionsformen auch noch den Segen der EU erhalten“, empört sich Prof. Dr. Theo Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. „Das ist keine Lösung des Problems und wir lehnen das vehement ab. Der Tierschutz gilt europaweit.“

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